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Der Ukrainekrieg und wie wir damit umgehen

Dieser Krieg, den Putin als Sonderaktion bezeichnet und nun schon 10 Monate ohne nennenswerte Territorialgewinn führt, beschäftigt auch Österreichs Verteidigungspolitik.
Ich möchte hierzu vorwegnehmen, dass ich weder eine neue Expertise, noch eine der ebenso überflüssigen Prognosen hinsichtlich Dauer und Ausgang des Krieges aufzutischen beabsichtige. Ob Sonderaktion Putins oder Krieg, wie man bei Clausewitz nachlesen kann, steht zweifelsfrei fest:

  • Der Krieg ist hinsichtlich Anlass und Verlauf als verbrecherischer Akt der Gewaltanwendung
  • Er bezweckt die politische und wirtschaftliche Unterwerfung eines demokratischen Staatswesens
  • Er wird, nachdem die militärischen Operationen erfolglos blieben, gezielt gegen die Zivilbevölkerung geführt, um durch Zerstörung lebenswichtigen Einrichtungen und der Energieversorgung, den Widerstand zu brechen

Dieser Überzeugung sind jedoch nur die Staaten der Europäischen Union und die Schweiz, die NATO-Staaten Großbritannien und Norwegen, die Staaten Nordamerikas USA und Kanada, sowie Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland.
Nicht beteiligt oder gar als Sympathisanten wie China, Serbien und Belarus fungiert der Rest der Welt, als Beweis für das Unvermögen der Vereinten Nationen Rechtsbrüche gegen Frieden und Menschenrechte zu verhindern.
China, Indien, die Arabischen Staaten, die Türkei und der afrikanische Kontinent bilden einen massiven Block, der von den Mittelamerikanischen Staten und ganz Südamerika flankiert wird. Selbst Israel, das die Russische Aggression ablehnt, enthält sich der Beteiligung.
Das bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit der Völkergemeinschaft Putins verbrecherischen Krieg unterstützt.

Sanktionen

Dass der Ukrainekrieg für Österreich mehr als ein europäischer Konflikt ist, zeigt die über ein Jahrhundert währende gemeinsame Geschichte.
Sie begann 1772 mit ersten Teilung Polens, als unter dem Titel Königreich Galizien und Lodomerien weite Teile der heutigen Ukraine das Reich der Habsburger unter Maria Theresias Regierung fiel.

Galizien 1914.png


Ukraine heute

Zeiger linksGalizien vor dem Weltkrieg

Dass nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich Galizien unter der Verwaltungshoheit der österrechischen Reichhälfte blieb, hatte der Entwicklung des Landes gut getan.

Zeiger rechtsDie Proklamation der Volksrepublik Ukraine

Vor hundert Jahren, am 22.Januar 1918, proklamierte die Ukraine zum ersten Mal im zwanzigsten Jahrhundert ihre Unabhängigkeit, kam aber nach einem mehrjährigen Krieg unter die Herrschaft Sowjetrusslands. Als das Land 1991 aus der zerfallenen Sowjetunion austrat, schien ein gegensätzlicher Prozess im Gang, der auf eine friedliche Zukunft hoffen ließ.

Zeiger linksDie Ukraine seit 1992 mit Ostgalizien

Wie vor hundert Jahren meldet Russland seine imperialen Ansprüche an. Damals wie heute mussten die Ukrainer dem Aggressor unter Bedingungen einer schweren sozialen Krise und einer an Schlagkraft und zahlmäßiger unterlegenen Armee entgegentreten.

Zeiger rechts

Der Krieg wird jedochgegen die Zivilbevölkerung geführt, um durch Zerstörung der Versorgungsinfrastruktur deren Widerstand zu brechen

Kief 1917.png

Zerstörungen Kiev

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